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G-Logger

Kurzbeschreibung und Hinweise zur Bedienung

 

In unseren Flugzeugen sind zur Überwachung der Betriebsgrenzen jeweils baugleiche G-Logger eingebaut. Diese Geräte zeichnen vier mal pro Sekunde folgende Daten auf:

- Geschwindigkeit
- Höhe
- Beschleunigung um alle drei Achsen
- Position (GPS)
- Zeit (UTC)

Die Grenzwerte für Geschwindigkeit und Vertikalbeschleunigung positiv und negativ sind intern gespeichert und können nach Eingabe eines PIN-Codes verändert werden.
Beim Fox sind die G-Limiten für doppelsitzigen Flug (+7/-5) und die Höchstgeschwindigkeit 280 km/h eingestellt. Beim SZD-59 sind zur Sicherheit die eingestellten G-Limiten auf +6,5 und -4,5 reduziert. Als Höchstgeschwindigkeit ist ebenfalls 280 km/h gesetzt.

In den Geräten ist als Speicher eine micro-SD-Karte eingesetzt. Diese ist von aussen zugänglich und kann über eine USB-Schnittstelle als externes Speichermedium adressiert werden. Weiterhin haben die Geräte einen internen Speicher, der nur mit dem PIN-Code zugänglich ist.
Für jeden Flugtag schreibt das Gerät alle Daten in einen Ordner mit der Bezeichnung "D" und der Datumsangabe JJMMTT. Darin ist jeder Flug des Tages als Datei "S" mit Startzeit HHMMSS.LOG als ASCII-File enthalten. Sofern an diesem Tag die eingestellten Grenzwerte überschritten wurden, wird zusätzlich die Textdatei LASTEV.LOG generiert, welche Zeit und Grösse der Überschreitungen dokumentiert. Die Aufzeichnung beginnt beim Start wenn 75 km/h überschritten wurden und endet nachdem 55 km/h für mindestens 20 Sekunden unterschritten sind. Alle aufgezeichneten Daten sind auf der SD-Karte gespeichert und können mit Hilfe der Auswertesoftware GLGView analysiert werden.
Als elektronisches Bordbuch wird die Datei STARTS.LOG angelegt. Darin sind Datum, Start- und Landezeit, maximale Beschleunigung negativ/positiv und die geflogene Höchstgeschwindigkeit für jeden Flug festgehalten. Alle Überschreitungen der eingestellten Grenzwerte sind in der Datei EVENTS.LOG gespeichert.
Auch diese Dateien sind auf der SD-Karte vorhanden. Die Dateien STARTS.LOG und EVENTS.LOG werden zusätzlich intern gespeichert und sind von aussen nicht zugänglich. Wurden diese Dateien auf der SD-Karte gelöscht, werden sie beim nächsten Einschalten des Loggers wieder auf die Karte geschrieben.

Wurden Grenzwerte überschritten, so signalisiert das der Logger nach der Landung mit einem dauernden "piep-piep-piep". Diese Warnung wird abgestellt durch Abklemmen und wieder Anschliessen der Stromversorgung. Jedes Mal, wenn die Stromversorgung angeschlossen wird, gibt der Logger soviele Piepsignale ab, wie Grenzwert-Überschreitungen gespeichert sind. Diese Warnung kann mit der Software GLGView nach Eingabe des PIN-Codes gelöscht werden. Im Interesse der Sicherheit ist es selbstverständlich, dass nach jeder vom Logger angezeigten Überlastung die Daten ausgelesen und ausgewertet werden.

Zum Auslesen der Daten kann entweder ein Laptop an der mini-USB-Buchse angeschlossen oder die micro-SD-Karte entnommen und mit einem SD-Adapter direkt am Computer ausgelesen werden. Wird der Computer an der USB-Schnittstelle angeschlossen, ist vorher die Versorgungsspannung abzuklemmen. Sofern keine eingehende Analyse der gespeicherten Flugdaten beabsichtigt ist, genügt es, die Dateien STARTS.LOG, EVENTS.LOG und evtl. LASTEV.LOG herunter zu laden. Diese sind Textdateien, die mit jedem Texteditor lesbar sind.

Ausführlichere Informationen und die genaue Anleitung für die Auswertesoftware GLGView sind in der Gerätebeschreibung nachzulesen. GLGView ist als *.exe-File auf der SD-Karte vorhanden. Zur Auswertung muss GLGView auf dem Computer geöffnet sein.

 

Stand: Oktober 2019

 

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